Erstattung der Kapitalertragsteuer bei Steuerausländern

Bei Gewinnausschüttungen einer deutschen Kapitalgesellschaft an einen im Ausland ansässigen Anteilseigner wird grundsätzlich deutsche Kapitalertragsteuer einbehalten. Der Steuerabzug beträgt regelmäßig 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag. Aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens oder anderer Entlastungsvorschriften kann Deutschland jedoch häufig nur einen geringeren Quellensteuersatz beanspruchen. Die Erstattung der Kapitalertragsteuer bei Steuerausländern knüpft ein ein spezielles Verfahren beim Bundeszentralamt für Steuern, welches gesetzlich in § 50c Abs. 3 EStG normiert ist. Die Rückerstattung der Kapitalertragsteuer ist insbesondere für Steuerausländer relevant, die Dividenden aus einer deutschen GmbH Weiterlesen [...]

2026-10-02T13:36:56+00:0010.09.25|Internationales Steuerrecht|0 Kommentare

Kapitalkonten

Die Führung von Kapitalkonten ist ein zentrales Element der Rechnungslegung in Personengesellschaften. Sie dienen nicht nur der Abbildung der Einlagen der Gesellschafter, sondern auch der laufenden Fortschreibung von Gewinn- und Verlustanteilen, Entnahmen, Einlagen sowie etwaigen Sondervergütungen. Damit bilden sie die Grundlage für die Ermittlung der Beteiligungsverhältnisse und sind entscheidend für Fragen der Gewinnverteilung, Haftung und steuerlichen Zurechnung. Besonders im Handels- und Steuerrecht kommt den Kapitalkonten eine doppelte Funktion zu: Einerseits dokumentieren sie die gesellschaftsrechtliche Stellung der Gesellschafter, andererseits stellen Weiterlesen [...]

2025-08-31T19:48:38+00:0031.08.25|Gestaltungsberatung|0 Kommentare

Entstrickung: Voraussetzungen und Folgen

Unter einer Entstrickung versteht man den Ausschluss oder die Beschränkung des deutschen Besteuerungsrechts hinsichtlich des Gewinns aus der Veräußerung eines Wirtschaftsguts. Die Entstrickungsbesteuerung soll sicherstellen, dass die während der deutschen Steuerverstrickung entstandenen stillen Reserven steuerlich erfasst werden. Eine Entstrickung kann beispielsweise eintreten, wenn ein Wirtschaftsgut von einer deutschen Betriebsstätte in eine ausländische Betriebsstätte überführt wird und Deutschland dadurch sein Besteuerungsrecht verliert oder dieses beschränkt wird. Das Besondere: Eine Entstrickungsbesteuerung kann entstehen, obwohl das Wirtschaftsgut tatsächlich nicht verkauft wird und Weiterlesen [...]

2026-09-27T10:39:34+00:0026.08.25|Internationales Steuerrecht|0 Kommentare

Ort der Geschäftsleitung

Der Ort der Geschäftsleitung ist nach § 10 AO der Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung. Dabei ist zwischen dem Sitz der Gesellschaft und dem Ort der Geschäftsleitung zu unterscheiden. Während sich der Sitz grundsätzlich nach den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen richtet, kommt es für den Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung darauf an, wo die für die laufende Geschäftsführung maßgeblichen Entscheidungen tatsächlich getroffen werden. Gerade bei international tätigen Gesellschaften können Sitz und Ort der Geschäftsleitung auseinanderfallen. Eine im Ausland gegründete Gesellschaft kann daher ihren Weiterlesen [...]

2026-09-30T08:21:53+00:0024.08.25|Internationales Steuerrecht|0 Kommentare

Meldung ausländische Beteiligung

In einer zunehmend globalisierten Wirtschaft sind grenzüberschreitende Investitionen längst Alltag. Doch sobald sich ausländische Investoren an inländischen Unternehmen beteiligen, greifen in vielen Ländern spezifische Meldepflichten – auch in Deutschland. Die „Meldung ausländische Beteiligung“ ist dabei kein bürokratischer Formalismus, sondern ein zentrales Instrument zur Wahrung nationaler Sicherheitsinteressen und zur Kontrolle strategisch sensibler Unternehmensbereiche. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann eine Meldepflicht besteht, welche Schwellenwerte und Fristen gelten und welche rechtlichen Konsequenzen eine unterlassene Meldung haben kann. Neben der Meldung ausländische Weiterlesen [...]

2025-08-23T08:57:24+00:0023.08.25|Internationales Steuerrecht|0 Kommentare
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